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Deutschland
Downloadbereich
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Der Ausschreibungs-Marathon um den deutschen Rettungsdienst geht weiter NEU!
von Dr. Peter Hennes (Mainz), Herausgeber „Handbuch des Rettungswesens“
Nur in wenigen Ländern der Europäischen Union ist die Debatte um eine generelle, europaweite Ausschreibungspflicht für Leistungen im Notfall- und Krankentransport so intensiv geführt worden wie in Deutschland. (...)
Angesichts der divergierenden Rechtsprechung und der zum Teil widersprüchlichen Folgerungen, die hieraus gezogen wurden und immer noch werden, hat die Europäische Kommission am 20.12.2011 einen „Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Konzessionsvergabe“ vorgelegt (KOM(2011) 897).
Wird der deutsche Rettungsdienst durch die Feuerwehren gerettet?
von Dr. Peter Hennes (Mainz), Herausgeber „Handbuch des Rettungswesens“
Die „Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland“ (AGBF-Bund) hat sich – vertreten durch den „Arbeitskreis Rettungsdienst“ (AK-R) – mit ihren „Potsdamer Thesen zur Zukunft des Rettungsdienstes in Deutschland“ vom 13.10.2011 in das Konzert um die weitere Entwicklung von Notfallund Krankentransport in unserem Lande eingestimmt. Die Diskussion um die künftige Bedeutung dieser Aufgaben hat sich in letzter Zeit erheblich verstärkt. Dabei geht es allerdings weniger um die Lösung altbekannter Forderungen: Die Novellierung des Rettungsassistentengesetzes ist ebenso offen wie die dringend notwendige Verbesserung der Zusammenarbeit von Notarzt und kassenärztlichen Bereitschaftsdienst oder die tatsächlich optimale Funktion der Schnittstelle zwischen präklinischer Notfallversorgung und stationärer Weiterbehandlung durch effektiv arbeitende Notaufnahmen.
„Der lange Weg zu einem modernen Rettungswesen“ – ein Beitrag zur deutschen Medizingeschichte
von Dr. Peter Hennes (Mainz), Herausgeber „Handbuch des Rettungswesens“
Unter diesem durchaus passenden Titel hat der Werner Wolfsfellner Medizin Verlag (München) ausgewählte Vorträge zwischen 1980 und 2006 von Dr. Heinrich Klingshirn veröffentlicht. Der Autor war als langjähriger verantwortlicher Referent und dann als Abteilungsleiter im Bayerischen Staatsministerium des Innern maßgebend an der Entwicklung des Rettungsdienstes in Bayern beteiligt. Er hat – nicht zuletzt durch seine engagierte Mitarbeit im damaligen Bund-Länder-Ausschuss „Rettungswesen“ (BLA) – auch die Entwicklung von Notfallrettung und Krankentransport in Deutschland selbst stark beeinflusst. Nicht zuletzt galt sein besonderes Interesse dem Aufbau der Luftrettung, das er z.B. auch in der früher bestehenden Arbeitsgruppe „Luftrettung“ des BLA eingebracht hat.
Die „Fal(c)ken“ landen – aber wo?
von Dr. Peter Hennes (Mainz), Herausgeber „Handbuch des Rettungswesens“
„Die Fal(c)ken retten“ – vollständige Übernahme der Krankentransport Herzig GmbH in Hamm zum 28.9.2011 durch das europaweit größte (rein) private Rettungsdienstunternehmen aus Dänemark. Das Lokalfernsehen Hamm TV wusste am 4.10.2011 diese Nachricht zu veröffentlichen, die – so ein erster Kommentar auf der Seite des Senders – geeignet sei, dass die Hilfsorganisationen in Nordrhein-Westfalen (vor allem wohl das DRK) „sich warm anziehen müssten. Nichts geht mehr mit einfachem Vergeben von Rettungsdienstbereichen“.
Privat-gewerbliche Leistungserbringer im Rettungsdienst fordern Diskussion um dessen Zukunft
von Dr. Peter Hennes (Mainz), Herausgeber „Handbuch des Rettungswesens“
Der „Bundesverband eigenständiger Rettungsdienste und Katastrophenschutz e.V.“ (BKS, Berlin) hat im Frühjahr seine „Göttinger Positionen 2011“ zur Zukunft des Rettungsdienstes in Deutschland vorgelegt. Der BKS macht damit erneut deutlich, dass in unserem Land die Sicherstellung von Notfall- und Krankentransport im Wesentlichen – wenn auch regional unterschiedlich ausgestaltet – durch die Feuerwehren bzw. die (anderen) 4 Hilfsorganisationen ASB, DRK, JUH und MHD erfolgt. Daneben gibt es aber in 288 Standorten mit 1.600 Einsatzfahrzeugen und 6.000 hauptamtlichen Mitarbeitern noch einen durchaus beachtlichen Anteil privat-gewerblicher Anbieter, die im Jahr 2010 immerhin rd. 2,4 Mio. Einsätze abwickelten.
Neue Reanimationsempfehlungen – nicht alles neu! Deutsche Leitlinien bestätigt
von Prof. Dr. Peter Sefrin
Der Erfolg der Wiederbelebung bei Patienten mit einem Kreislaufstillstand ist umso größer, je früher mit den Reanimationsmaßnahmen begonnen wird. Trotz flächendeckendem Rettungsdienst müssen die ersten 7-10 min. von den jeweiligen Notfallzeugen mit Herz-Lungen-Wiederbelebung überbrückt werden. Pro Tag gibt es in Deutschland ca. 400 versuchte Reanimationen außerhalb von Kliniken, bei denen nur ca. 10-20% erfolgreich verlaufen. Grund ist, dass in vielen Fällen zu spät mit den einfachen Maßnahmen der Reanimation begonnen wird. Der Anteil könnte bei sofortigem Beginn auf das 2-3-fache gesteigert werden.
SOGRO MANV 500 – Übung am 9.10.2010 auf dem Flughafengelände in Frankfurt a.M.
Am Samstag, den 9.10.2010, fand auf dem Flughafengelände in Frankfurt a.M. die bisher größte Übung in Deutschland mit einem Massenanfall von ca. 560 Verletzten statt. SOGRO bedeutet: „Sofortrettung bei Großunfall“ (mit Hunderten von Verletzten = Massenanfall von Verletzten – MANV).
Besonders hervorzuheben ist, dass die Triage hauptsächlich von Rettungsassistenten durchgeführt wurde und dass kein Verbands- oder Behandlungsplatz eingerichtet wurde, sondern die Patienten nach der Sichtung sofort in die geeigneten Krankenhäuser transportiert wurden. Dies geschah in „Echtzeit“. Das heißt, es wurde „MANV-500-Alarm“ ausgerufen und damit die Rettungsdienste aus beinahe ganz Hessen nach dem Ü-MANV-Plan des Landes alarmiert. Und dies mit dem Erfolg, dass nach rund 2 Std. alle Patienten vom Schadensort abtransportiert waren.
Das zeigt eindeutig, dass das althergebrachte medizinische Katastrophenschutzkonzept ausgedient hat, weil es zu schwerfällig ist. Das Nähere kann dem Flyer zum SOGRO MANV 500 entnommen werden, dessen Inhalt im Folgenden wiedergegeben wird:
Grenzsituationen in der Notfallmedizin: Südwestdeutsche Notärzte fordern Sicherheit bei der Gabe von Medikamenten durch Rettungsassistenten
Experten erarbeiten Entwurf für bundesweite Initiative
Pressemitteilung der agbn zum Thema „Wegfall einer Notrufmöglichkeit – Missbrauch erzwingt Verordnung auf Bundesebene“
Regelkompetenz und Notkompetenz vor dem Hintergrund der Novellierung des Rettungsassistentengesetzes
von Prof. Dr. med. Peter Sefrin, Der Notarzt 2008; 24: 96-98, Abdruck mit Genehmigung von Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart
Veranstaltungs- und Kongressberichte
„Rettungsdienst ist sexy“ oder „Geiz ist blöd“ – wie kann man Nachwuchsprobleme beim Rettungsdienstpersonal angehen, ohne dass dessen Zukunft „kaputt gespart“ wird?
von Dr. Peter Hennes (Mainz), Herausgeber „Handbuch des Rettungswesens“
Die Debatte um das Thema „Fachkräftemangel“ bewegt inzwischen landauf und landab den Arbeitsmarkt in fast allen Bereichen. So war denn auch diese Diskussion beim 11. Rettungsdienstsymposium des Landesverbandes Hessen des Deutschen Roten Kreuzes angesagt. Fast pünktlich zum 11.11. – selbst dieser sonst so rührige Veranstalter konnte den Kalender nicht ändern – waren wieder mehrere Hundert Gäste der Einladung des hessischen DRK vom 10.-11.11.2011 nach Hohenroda gefolgt. Eine insgesamt wieder erfolgreiche Veranstaltung – schon der Tagungsort mit seinem Ambiente ist bereits eine halbe Erfolgsgarantie!
Ständige Konferenz für den Rettungsdienst – 1 Jahr Sitzungspause, aber wenig Neuigkeiten
von Dr. Peter Hennes (Mainz), Herausgeber „Handbuch des Rettungswesens“
18 Jahre jung und nach 12 Monaten Pause bereit zur 33. Sitzung: Am 25.10.2011 trafen sich in Berlin die Mitglieder der Ständigen Konferenz für den Rettungsdienst beim Generalsekretariat des DRK in Berlin zu ihrer üblichen Herbsttagung. Zumindest die Zahl der Anwesenden war recht groß, wie Prof. Dirks (Ulm) als Vorsitzender bei der Begrüßung feststellen konnte. Die Themen der Tagesordnung waren demgegenüber eigentlich mehr oder weniger schon mehrfach diskutiert worden; hier gab es also nichts „Neues im Westen“.
Rheinland-Pfalz setzt erneut Maßstäbe in der Notfallmedizin – Konzept der notfallmedizinischen Kompetenzzentren hat sich bewährt
von Dr. Peter Hennes (Mainz), Herausgeber „Handbuch des Rettungswesens“
Bereits zum 7. Mal wurde am 25.6.2011 innerhalb der Universitätsmedizin Mainz ein „Notfallmedizinisches Landessymposium“ durchgeführt. Trotz des ersten Ferienwochenendes in diesem Bundesland waren mehrere Hundert TeilnehmerInnen der gemeinsamen Einladung des Fachministeriums (Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur) und der Klinik für Anästhesiologie sowie der Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen gefolgt. Und ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
RETTmobil weiter im Aufwind – auch die 11. Messe für Rettung war ein Erfolg!
von Dr. Peter Hennes (Mainz), Herausgeber „Handbuch des Rettungswesens“
Sie hat inzwischen im Kalender vieler Interessenten aus dem Bereich Rettungsdienst ihren festen Platz – die Teilnahme an dieser „Europäischen Leitmesse für Rettung und Mobilität“. Sie wurde vom 11. bis 13. Mai 2011 nunmehr zum 11. Male vom IKR e.V. (die Interessengemeinschaft der Hersteller von Kranken- und Rettungsfahrzeugen) gemeinsam mit der Messe Fulda GmbH in Fulda veranstaltet. Dr. Peter Hennes als Herausgeber des Handbuchs hat auch in diesem Jahr die Gelegenheit genutzt, sich über die technischen und notfallmedizinischen Entwicklungen zu informieren (übrigens als Stammgast seit der 2. Veranstaltung!). Er gibt hier seine ganz persönlichen Eindrücke von diesem Besuch wieder.